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Paolo Maurensig

Die Lüneburg-Variante

In einem Dorf nahe Wien wird ein Mann in seinem Garten erschossen aufgefunden. Ist es Mord oder Selbstmord? Das prominente Mordopfer war vom Schach besessen und hatte seinen Garten so angelegt, daß man durch ein Labyrinth zu einem Schachbrett kam. Hat das königliche Spiel etwas mit dem Todesfall zu tun?

Wer Stefan Zweigs Schachnovelle mag, wird auch diesen Roman mögen, und zwar schon allein wegen des raffinierten Psychodramas, das sich zwischen dem Toten und seinem "Verfolger" abspielt. Denn der Roman schildert die Geschichte einer Rache, die mit Hilfe einer Schacheröffnung - eben der Lüneburger Variante - durchgeführt wird. Der Jude Tabori, der im KZ der Vernichtung entronnen ist, stöbert in der Welt der Schachbesessenen nach seinem ehemaligen Peiniger Frisch, von dem er zuerst nur weiß, daß er für seine Greueltaten nicht zur Rechenschaft gezogen worden ist. Als Werkzeug dient ihm dabei der Ich-Erzähler der Binnenhandlung, den er vom Patzer zum Meisterspieler ausbildet.


Biographie

Paolo MaurensigPaolo Maurensig ist ein italienischer Geschäftsmann, der im "zarten" Alter von mehr als 50 Jahren sein erstes Buch schrieb. Die Lüneburg-Variante wurde von Kritikern in die große Tradition der Romane eingereiht, in denen Schach zur Metapher für das Leben der Protagonisten wird: Stefan Zweigs Schachnovelle, Vladimir Nabokovs Lushins Verteidigung, Lars Gustafssons Die dritte Rochade des Bernard Foy und Fernando Arrabals Hohe Türme trifft der Blitz.